Lapacho-Tee kann als Haustee, also auch regelmäßig in größeren Mengen
genossenes Getränk auch außerhalb therapeutischer Anwendungen,
mit prophylaktischen Eigenschaften und gutem Geschmack empfohlen werden.
In dieser Form wird er seit Jahrhunderten von Indianern in weiten Teilen
Süd- und Mittelamerikas verwendet. Je nach Alter, Größe und
Gewicht kann eine Menge von 0,3 bis 1,5 Litern pro Tag empfohlen werden.
Die Zubereitung von Lapacho-Tee ist leider etwas zeitaufwändig, doch es lohnt sich:
Geben Sie für einen Liter je nach Geschmack ca. 2 gut gehäufte
Esslöffel (= ca 10g) Lapachorinde in das sprudelnd kochende
Wasser und lassen Sie nun den Tee 5 Minuten köcheln und anschließend weitere 15-20 Minuten
ziehen. Bitte nicht länger ziehen lassen, er wird sonst sehr bitter!
Zum Kochen sollte kein Aluminiumbehälter verwendet werden, sondern
ein Topf aus Edelstahl, Glas oder Porzellan.
Lapacho läßt sich auch hervorragend auf "Vorrat" kochen.
Kühl aufbewahrt ist er mehrere Tage haltbar. Sie sollten den Tee
lauwarm bis kühl trinken, so ist er am bekömmlichsten. Lapacho-Tee kann
geschmacklich hervorragend durch Zusatz von Fruchtsaft, Yogi-Tee,
Fenchel, Anis oder Lemongras verändert werden, oder auch durch
nachträgliches Süßen mit geschmackvollen Honigsorten.
Als therapeutischer Lapacho-Tee: Während des Tages auf nüchternen Magen
(zwischen den Mahlzeiten) ungesüßt trinken. Tagesbedarf= ca. 6 Tassen.
Informationen aus "Schrot & Korn" (naturkost.de) Ausgabe 7/99
Lapacho-Tee wird ausschließlich aus der rotbraunen inneren
Rinde des Lapachobaums gewonnen. Die Rinde wird ein- bis zweimal
im Jahr abgeschält und geraspelt. Der Lapachobaum (lateinisch:
Tabebuia impetiginosa und Tabebuia avellanedae) gehört zur
Pflanzenfamilie der Bigoniaceen und ist in den tropischen Regenwäldern
Süd- und Mittelamerikas heimisch. Er kann bis zu 700 Jahre
alt und bis zu 20 Meter hoch werden. Ein Stammdurchmesser von 70
Zentimetern und mehr ist dabei nicht selten. Die Einheimischen verwenden
sein grün-braunes Holz als Baumaterial für Boote und Häuser,
denn es ist hart, langlebig und resistent gegenüber Termiten,
Pilzen und Schwämmen. Dem noch lebenden Baum schadet das Abschälen
der Rinde nicht. Für den Verkauf in größeren Mengen,
beispielsweise für den Export nach Europa, stammt Lapacho aber
aus der Holzindustrie, wo die Rinde als Nebenprodukt anfällt.
Die Wirkungen des Lapacho-Tees sind vielfältig. In der inneren
Rinde des Baums findet sich der höchste Gehalt an gesundheitsfördernden
Stoffen. Die Lapachorinde wird in der Naturmedizin Lateinamerikas
vor allem aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes (Calcium, Kalium,
Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium, Jod) sowie ihrer zahlreichen antibakteriellen
und anitviralen Wirkstoffe geschätzt. Die Indianer verwenden
die Pflanze seit Generationen um die körpereigene Immunabwehr
zu steigern. Amerikanische Krebsforscher fanden heraus, daß
bestimmte, in der Lapachorinde enthaltene Verbindungen in sehr hohen
Dosen antiinfektiös und sogar antitumoral wirken. Lapacho ist
aber kein Wundermittel gegen Krebs und andere Leiden, denn solch
hohe Dosen werden mit dem täglichen Teekonsum niemals erreicht.
Bernhard Kreher vom Institut für Pharmazeutische Biologie
der Ludwig-Maximilians-Universität in München bewies
allerdings in einer Studie, daß bereits Kleinstmengen an Substanzen
wie sie im Tee vorliegen, - ähnlich wie Echinacin (Roter Sonnenhut)
- das menschliche Immunsystem stärken können. Verantwortlich
für diesen Schutzmechanismus sind die zur Gruppe der Flavonoide
(Pflanzenschutzstoffe) zählenden Substanzen wie Katechine,
Tannine und Saponine. Weiterhin enthält der Tee sogenannte
Lapachole, die das menschliche Abwehrsystem günstig beeinflussen
können. Die Symptome bei Allergien und Pilzerkrankungen (Candida
albicans) können gemildert werden.
Weil Lapacho-Tee kein Koffein enthält, ist er auch für
Kinder geeignet. Die meisten Lapacho-Tees beinhalten sehr wenig
Gerbsäure (Tannine). Es gibt aber auch Baumarten, die größere
Mengen enthalten. Wer auf Gerbsäure mit Magenproblemen reagiert,
kann den Tee mit einigen Tropfen Sahne oder Milch verfeinern. Die
Gerbsäure wird dadurch gebunden.
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