lapacho Auszug aus
Heilen mit
Lapacho-Tee
von Walter Lübeck
erschienen im Windpferd-Verlag.
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Seit vielen Jahrhunderten setzen die naturverbundenen lebenden Indianer weiter Bereiche Südamerikas Lapacho allgemein zur Stärkung des Immunsystems, zur Bekämpfung von Parasiten im Körper, gegen Krebs, Diabetes und allgemein zur Entgiftung und Entschlackung ein. Die wissenschaftliche Forschung und die Erfahrungen von vielen naturheilkundlich arbeitenden Medizinern rund um die Welt haben gezeigt, dass Lapacho natürliche, direkt und indirekt antibakteriell, antiviral und antimykotisch wirkende Substanzen enthält, allgemein einen heilenden Effekt auf den gesamten Körper ausübt, das Blut gründlich reinigt und in der Lage ist, viele Parasiten zu vertreiben. Es ist dabei wichtig zu wissen, dass Lapacho nicht nur selbst gegen Krankheitserreger, Gifte und Schlacken wirkt, sondern bei regelmäßiger Anwendung auch die Fähigkeiten des Körpers trainiert, die Funktionen selbst wieder wesentlich besser wahrzunehmen.
Die Heilkräfte des Lapacho-Tees lassen sich nicht auf einen einzelnen Bestandteil zurückführen. Vielmehr ist es die einzigartige Wirkstoffkombination, die seine breite therapeutische Anwendung ermöglicht. In der roten inneren Rinde des Lapacho-Baumes sind große Menge Sauerstoff in einer für den menschlichen Organismus leicht verfügbaren und besonders wertvollen Form gebunden. Sauerstoff in dieser Form kann sehr effektiv Bakterien, Protozoen, Pilze und Viren abtöten. Die Körperzellen werden besser ernährt und Beläge, die den Stoffwechsel behindern, lösen sich von den Wandungen der Gefäße. Weiterhin fördert Lapacho in hohem Maße die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert damit die Möglichkeiten zu Sauerstofftransport im Organismus. Lapachorinde enthält verschiedene keimtötende Substanzen. Außerdem: wenn sie zusammen auftreten, sind für umfassende Wirkungen nur geringe Mengen zur erfolgreichen Stimulation des Immunsystems nötig. Weiterhin enthält Lapacho sehr viel Calcium und Eisen, die den Sauerstofftransport, also die Ernährung des Gewebes und des Immunsystems unterstützen und somit den Organismus insgesamt kräftigen. Selen ist in vergleichsweise mittlerer Konzentration enthalten. Selen ist ein wichtiges Antioxydans, ein Fänger sogenannter "Freier Radikale", die Zellen und Zellkern schädigen, die Körperabwehr schwächen und verschiedene Erkrankungen, unter anderem Krebs, in ihrer Entstehung begünstigen oder sogar auslösen können. Selen vermag den Körper von dem Schwermetall Cadmium zu entgiften, das heute eines der häufigsten Umweltgifte ist und unter anderem Bluthochdruck und Koronarerkrankungen des Herzens hervorruft sowie die Abwehrkräfte des Körpers schwächt.

Untersuchungen und Erfahrungen haben ergeben, dass Lapacho u.a. folgende Wirkungen haben soll:

   °    das körpereigene Immunsystems stärken
   °    die Durchblutung verbessern
   °    den Organismus umfassend kräftigen
   °    Blutarmut beheben
   °    Ablagerungen in den Blutgefäßen beseitigen
   °    zu trägen Stoffwechsel anregen
   °    den Zuckerstoffwechsel normalisieren
   °    Gifte, Schlacken, Schwermetalle etc. ausleiten
   °    einen heilenden Einfluß auf Diabetes und aus dieser Krankheit stammende Spätschäden ausüben beziehungsweise letzteren vorbeugen
   °    Tumore aller Art im Wachstum hemmen und auflösen
   °    Viren, Bakterien, Parasiten und einige krankmachende Pilzarten direkt abtöten und zusätzlich den Körper durch die umfassende Anregung des körpereigenen Abwehrsystems in die Lage versetzen, sich selbst gegen die Infektionen und Befall zur Wehr zu setzen sowie sich gegen erneute Erkrankungen dieser Art zu schützen
   °    einen heilenden Einfluss auf Leukämie ausüben
   °    Hautausschläge, Wunden und Eiterungen heilen
   °    Entzündungen aller Art heilen helfen
   °    Harntreibend wirken
   °    Herz und Kreislauf kräftigen
   °    Migräne und andere chronische Schmerzzustände günstig beeinflussen



Lapacho-Tee kann als Haustee, also auch regelmäßig in größeren Mengen genossenes Getränk auch außerhalb therapeutischer Anwendungen, mit prophylaktischen Eigenschaften und gutem Geschmack empfohlen werden. In dieser Form wird er seit Jahrhunderten von Indianern in weiten Teilen Süd- und Mittelamerikas verwendet. Je nach Alter, Größe und Gewicht kann eine Menge von 0,3 bis 1,5 Litern pro Tag empfohlen werden.

Die Zubereitung von Lapacho-Tee ist leider etwas zeitaufwändig, doch es lohnt sich:

Geben Sie für einen Liter je nach Geschmack ca. 2 gut gehäufte Esslöffel (= ca 10g) Lapachorinde in das sprudelnd kochende Wasser und lassen Sie nun den Tee 5 Minuten köcheln und anschließend weitere 15-20 Minuten ziehen. Bitte nicht länger ziehen lassen, er wird sonst sehr bitter! Zum Kochen sollte kein Aluminiumbehälter verwendet werden, sondern ein Topf aus Edelstahl, Glas oder Porzellan.
Lapacho läßt sich auch hervorragend auf "Vorrat" kochen. Kühl aufbewahrt ist er mehrere Tage haltbar. Sie sollten den Tee lauwarm bis kühl trinken, so ist er am bekömmlichsten. Lapacho-Tee kann geschmacklich hervorragend durch Zusatz von Fruchtsaft, Yogi-Tee, Fenchel, Anis oder Lemongras verändert werden, oder auch durch nachträgliches Süßen mit geschmackvollen Honigsorten.
Als therapeutischer Lapacho-Tee: Während des Tages auf nüchternen Magen (zwischen den Mahlzeiten) ungesüßt trinken. Tagesbedarf= ca. 6 Tassen.

Informationen aus "Schrot & Korn" (naturkost.de) Ausgabe 7/99
Lapacho-Tee wird ausschließlich aus der rotbraunen inneren Rinde des Lapachobaums gewonnen. Die Rinde wird ein- bis zweimal im Jahr abgeschält und geraspelt. Der Lapachobaum (lateinisch: Tabebuia impetiginosa und Tabebuia avellanedae) gehört zur Pflanzenfamilie der Bigoniaceen und ist in den tropischen Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas heimisch. Er kann bis zu 700 Jahre alt und bis zu 20 Meter hoch werden. Ein Stammdurchmesser von 70 Zentimetern und mehr ist dabei nicht selten. Die Einheimischen verwenden sein grün-braunes Holz als Baumaterial für Boote und Häuser, denn es ist hart, langlebig und resistent gegenüber Termiten, Pilzen und Schwämmen. Dem noch lebenden Baum schadet das Abschälen der Rinde nicht. Für den Verkauf in größeren Mengen, beispielsweise für den Export nach Europa, stammt Lapacho aber aus der Holzindustrie, wo die Rinde als Nebenprodukt anfällt. Die Wirkungen des Lapacho-Tees sind vielfältig. In der inneren Rinde des Baums findet sich der höchste Gehalt an gesundheitsfördernden Stoffen. Die Lapachorinde wird in der Naturmedizin Lateinamerikas vor allem aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes (Calcium, Kalium, Eisen, Kupfer, Zink, Magnesium, Jod) sowie ihrer zahlreichen antibakteriellen und anitviralen Wirkstoffe geschätzt. Die Indianer verwenden die Pflanze seit Generationen um die körpereigene Immunabwehr zu steigern. Amerikanische Krebsforscher fanden heraus, daß bestimmte, in der Lapachorinde enthaltene Verbindungen in sehr hohen Dosen antiinfektiös und sogar antitumoral wirken. Lapacho ist aber kein Wundermittel gegen Krebs und andere Leiden, denn solch hohe Dosen werden mit dem täglichen Teekonsum niemals erreicht. Bernhard Kreher vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München bewies allerdings in einer Studie, daß bereits Kleinstmengen an Substanzen wie sie im Tee vorliegen, - ähnlich wie Echinacin (Roter Sonnenhut) - das menschliche Immunsystem stärken können. Verantwortlich für diesen Schutzmechanismus sind die zur Gruppe der Flavonoide (Pflanzenschutzstoffe) zählenden Substanzen wie Katechine, Tannine und Saponine. Weiterhin enthält der Tee sogenannte Lapachole, die das menschliche Abwehrsystem günstig beeinflussen können. Die Symptome bei Allergien und Pilzerkrankungen (Candida albicans) können gemildert werden.
Weil Lapacho-Tee kein Koffein enthält, ist er auch für Kinder geeignet. Die meisten Lapacho-Tees beinhalten sehr wenig Gerbsäure (Tannine). Es gibt aber auch Baumarten, die größere Mengen enthalten. Wer auf Gerbsäure mit Magenproblemen reagiert, kann den Tee mit einigen Tropfen Sahne oder Milch verfeinern. Die Gerbsäure wird dadurch gebunden.

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