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(Informationen aus "
esotera" 7/99)
"... Der Ling-Zhi-Pilz gilt in China seit vielen Jahrhunderten als besonders
heilkräftig und vitalisierend...
...
Um die heilende Kraft von Baumpilzen wußte man auch noch im
Mittelalter. So schrieb die heilige
Hildegard von Bingen: "Die
auf lebenden und gefällten Bäumen wachsenden Pilze sind
ziemlich geeignet, für den Genuß und bisweilen auch für die
Medizin. Die von Nussbaum helfen gegen Würmer, die von der Buche
gegen erkälteten und verschleimten Magen, die von der Weide gegen
Lungen- und Milzleiden sowie gegen den Schleim vor den Augen, die von
dem Birnbaum sind gut gegen die Grind." ...
Dennoch hat sich bei uns die Verwendung von Heilpilzen (außer in Form von Penicillin) nie
wirklich durchsetzen können - ganz anders als im asiatischen
Raum. Dort verwendet man seit Menschengedenken mit großem Erfolg
eine Vielzahl medizinisch unterschiedlich wirksamer Pilze. Der wichtigste
unter ihnen ist der sogenannte Ling Zhi oder Reishi (Ganoderma lucidum,
Glänzender Lackporling), der in Asien seit rund 4000 Jahren als
eines der bedeutensten Heilmittel überhaupt gilt...
... Schon ein Gramm täglich soll genügen, um das
Immunsystem deutlich zu kräftigen...
...
In den asiatischen Ländern ist Ling Zhi auch ein wesentlicher
Bestandteil der sog. Fu-Zeng-Behandlungen, des östlichen Pendants zur
abendländischen Immuntherapie. Dabei werden den Patienten Ling Zhi
und bestimmte Kräuter sowie Ginseng verabreicht, um die Widerstandskräfte
zu stärken. Nach der chinesischen Medizinlehre sollen dadurch die
Chi-Ströme, also der Fluss der Lebensenergie, normalisiert werden.
In der klassischen chinesischen Medizin gilt der Pilz als Mittel, um den
Alterungsprozess zu verlangsamen - daher sein blumiger Name "Göttlicher
Pilz der Unsterblichkeit". Noch heute soll die gesamte chinesische
Führungsriege den Pilz einnehmen - angeblich der Grund für deren
sprichwörtliche Langlebigkeit.
Da der Pilz in der Natur recht selten vorkommt, ranken sich in den
asiatischen Ländern zahlreiche Legenden um dieses Gewächs.
Früher war er teurer als Gold und chinesische Kaiser sandten
alten Berichten zufolge ganze Flotten aus, um Ling Zhi zu suchen.
Seine Kräfte wurden in Gedichten besungen und rauschende Feste
gefeiert, wenn er gefunden worden war: Einen Ling Zhi zu entdecken
galt stets als gutes Omen. Der Pilz wurde nicht nur als Medizin eingesetzt.
Er diente auch als Talisman und galt in asiatischen Kreise als Symbol
der Unsterblichkeit. Zudem hängte man ihn über die Türschwelle
oder über das Bett, um Dämonen und andere Geister zu vertreiben.
Der auffällige Pilze weist of eine nierenähnliche Form auf und
seine Oberfläche glänzt, als sei sie mit Lack überzogen.
Am begehrtesten waren frühe jedoch Exemplare, die an ein Hirschgeweih
erinnern. Für derartige "Geweihpilze" wurden horende Summen bezahlt.
Beim Trocknen verholzt der Pilz. Seine Konsistenz erinnert dann an Kork,
er hat einen leicht bitteren Geschmack und verströmt einen
würzigen Duft. Als heilkräftigster gilt der rote Ling Zhi.
Im ältesten Kräuterbuch Chinas heißt es: "Von der oberen
Klasse der Heilpilze gibt es einhundertzwanzig Arten, deren Aufgabe es
ist, wie Könige zu herrschen. Sie erhalten die menschliche Natur und
gleichen dem Himmel. Sie sind nicht giftig, ganz egal, in welcher
Menge und Dauer sie auch genommen werden. Willst du deinem Körper
Erleichterung verschaffen und deine Kräfte stärken, und willst
du lange leben ohne zu altern, so nutze diese Mittel!" Als das wichtigste
unter ihnen gilt der Ling Zhi, noch vor dem legendären Ginseng.
Es mag erstaunen, dass ein in Asien so beliebtes und geschätztes
Naturheilmittel - allein in Japan werden derzeit jährlich mehr als
770 Millionen US-Dollar mit Produkten aus Ling Zhi und anderen Heilpilzen
umgesetzt - im Westen nicht schon längst bekannt ist. Dafür gibt es jedoch
eine einfache Erklärung: Bis vor relativ kurzer Zeit war Ling Zhi nur
begrenzt verfügbar. Erst vor wenigen Jahren ist es gelungen, den Pilz
in größerem Rahmen professionell zu züchten. Seitdem ist die
Anzahl wissenschaftlicher Untersuchung über dieses traditionelle
Heilmittel explosionsartig angestiegen. Danach steht heut fest: Ling Zhi
ist erstens absolut ungiftig und kann daher zeitlich und mengenmäßig
unbegrenzt eingenommen werden. Zweitens soll er als tägliches
Nahrungsergänzungsmittel vor einer großen Zahl von Krankheiten
schützen können.
Ling Zhi wird in asiatischen Lebensmittelgeschäften meistens in Form
von Kapseln oder Tee angeboten. Beide haben jedoch ihre Nachteile:
Reiner Ling-Zhi-Tee ist sehr bitter. Bei Kapseln wiederrum ist nicht
unbedingt gewöhrleistet, dass sie auch eine ausreichende Menge
an Wirkstoffen enthalten. Bewährt hat sich daher die Einnahme von
Pilzschrot: täglich ein gestrichener Teelöffel mit etwas
Flüssigkeit. Auch zur äußerlichen Anwendung eignet sich
Schrot sehr gut: Eine Abkochung daraus pflegt und regeneriert beispielsweise
die Gesichshaut. Wegen der harten Zellulose der Pilze darf er allerdings
nicht einfach nur zerkleinert werden. Vielmehr gibt es beste Verfahren, die
die harten Pilzzellen schonend aufschlüsseln. Dadurch kann der Körper
die Wirkstoffe des Ling Zhi optimal aufnehmen...
Heiltees auf Ling Zhi
In speziellen Teemischung ergänzen sich die Wirkungen des
Ling-Zhi-Pilzes mit denen anderen Heilkräuter und verstärken
einander:
Tee gegen Migräne und Kopfschmerzen
Jeweils 20g Ling Zhi, Eisenkraut, Melisse, Pfefferminz und Rosmarin
sowie 10g Raute. Einen Teelöffel der Mischung auf eine Tasse
siedendes Wasser geben und zirka 10 Minuten ziehen lassen. Täglich
drei Tassen trinken
Magentee
Je 30g Ling Zhi und Ingwerwurzel, je 15g Kalmus und Bibernellwurzel
und je 5g Wermut und Wacholderbeere. Einen Eßlöffel auf eine
Tasse siedendes Wasser geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Täglich eine Tasse davon trinken
Tee gegen Arterienverkalkung
Je 20g Ling Zhi, Mistel und Weißdorn sowie 40g Ackerhalmschachtel.
Einen Teelöffel der Mischung auf eine Tasse siedendes Wasser geben.
Zirka 10 Minuten ziehen lassen. Täglich 2-3 Tassen davon trinken.
Meditationstee
Jeweils 10g Ling Zhi, Beifuß, Wegwarte und Blutweiderich. Einen
Eßlöffel der Mischung auf eine Tasse siedendes Wasser geben und
zirka 10 Minuten ziehen lassen. Eine Stunde vor der Meditation eine Tasse
davon trinken...
( WichtigerHinweis: Die Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf die einschlägige
Fachliteratur und auf wissenschaftliche Berichte. Sie dienen nur als
journalistische Allgemeininformation für interessierte Kreise und
verstehen sich nicht als Therapievorschläge- oder anweisung.)
..."
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